Infostand zum UNESCO-Welttag der Alphabetisierung in Innsbruck
Vor Ort informierten wir über die Bedeutung von Alphabetisierung sowie über unsere Basisbildungsangebote und beantworteten Fragen rund um Lesen, Schreiben, Rechnen und digitale Kompetenzen.
Gemeinsam mit der AK Tirol ging es um das Bewusstsein schaffen – und zeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für Erwachsene gibt, die ihre Grundkompetenzen stärken wollen.
UNESCO-Welttag der Alphabetisierung jährlich am 8. September – Bildung als Schlüssel zur Teilhabe
Am 8. September macht der UNESCO-Welttag der Alphabetisierung jedes Jahr weltweit auf die Bedeutung von Lesen, Schreiben, Rechnen und digitalen Kompetenzen aufmerksam. Auch AK Tirol und BFI Tirol nehmen diesen Tag zum Anlass, um auf die Herausforderungen und Chancen in der Alphabetisierungsarbeit hinzuweisen.
Alphabetisierung in Österreich – wo wir stehen
Obwohl Österreich zu den Ländern mit sehr hoher Bildungsrate zählt, zeigt die Statistik Austria: 1,7 Millionen Menschen zwischen 16 und 65 Jahren können nur schlecht oder gar nicht lesen. Das bedeutet, dass viele Erwachsene im Alltag und Beruf immer wieder auf Hürden stoßen – sei es bei Arbeitsanweisungen, Medikamentenbeipackzetteln, Wahlzetteln oder digitalen Eingabemasken.
Basisbildung als Schlüsselqualifikation
Fehlende Grundkompetenzen wirken sich direkt auf das Leben der Betroffenen aus:
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Notizen, Arbeitsberichte oder Formulare können nicht erstellt werden
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Tabellen, Rabatte oder Preisvergleiche bleiben unverständlich
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Digitale Geräte und Programme sind kaum nutzbar
Die Folge: Menschen sind in Beruf und Gesellschaft benachteiligt. Umso wichtiger ist es, Bildungsangebote zu schaffen, die den Zugang zu Basiswissen erleichtern.
Fokus 2025: Literalität in der digitalen Welt
Das Motto des UNESCO-Welttags 2025 lautet: „Förderung der Literalität in der digitalen Welt“. Denn gerade die Digitalisierung macht Bildungsdefizite deutlich sichtbar. Wer digitale Informationen nicht verstehen, verarbeiten und bewerten kann, bleibt von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen.
Deshalb braucht es Programme, die Lesen, Schreiben und Rechnen eng mit digitaler Kompetenz verbinden – eine Thematik, die in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnt.
Analphabetismus erklärt
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Primärer Analphabetismus: Lesen und Schreiben wurde nie erlernt
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Sekundärer Analphabetismus: Früher erlernte Fähigkeiten wurden wieder verlernt
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Funktionaler Analphabetismus: Grundkenntnisse sind vorhanden, reichen aber nicht aus, um den Alltag selbstständig zu bewältigen
Darüber hinaus umfasst digitale Literalität die Fähigkeit, Informationen auch in digitalen Formaten sicher zu nutzen und zu bewerten.
Unser Beitrag am BFI Tirol
Mit unseren Basisbildungs- und Deutschkursen setzen wir uns gezielt für Menschen ein, die ihre Grundkompetenzen stärken möchten. Denn Alphabetisierung bedeutet nicht nur, Texte lesen oder schreiben zu können – es ist der Schlüssel zu Chancengleichheit, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Mehr Informationen und Unterstützungsangebote finden Sie hier:
ORF Sendung am Schauplatz: Niemand soll es wissen
Film "Rosi, Kurt und Koni" von Hanne Lassl
