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30 Jahre Berufskundliche Hauptschulkurse am BFI Tirol (Kopie 1)

Erfolgreiche Maßnahme gegen Jugendarbeitslosigkeit

Die Tiroler Jugendarbeitslosigkeit ist niedriger als in den meisten EU-Ländern. Diese hervorragende Nachricht fällt nicht vom Himmel, sondern wird in vielen Einzelmaßnahmen des AMS Tirol mit qualifizierten Bildungsinstituten erarbeitet.

Eine der erfolgreichsten und nach wie vor hoch aktuellen Maßnahmen zur nachhaltigen Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit ist die Durchführung von Hauptschulexternistenkursen zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses.

Im Auftrag des AMS Tirol führt das BFI Tirol seit 30 Jahren Berufskundliche Hauptschulkurse durch. In über 14.500 Einzelprüfungen haben sich so mehr als 1.200 Jugendliche nachträglich den Hauptschulabschluss erarbeitet und damit ihre Chancen auf einen gelungenen Berufseinstieg entscheidend verbessert. Unterstützt durch Sozialpädagogen/-innen und modernste Lehr-Lernsettings schaffen jährlich rund 75 % der Teilnehmer den Abschluss, rund 10 % davon mit gutem oder sogar ausgezeichnetem Erfolg.

 

Ende Juni fand am AMS Tirol und im Festsaal des BFI Tirol die Feier zum 30 Jahr Jubiläum der Berufskundlichen Hauptschulkurse statt. Wolfgang Richter, Geschäftsführer des BFI Tirol begrüßte die rund 100 geladenen Festgäste. Die Festredner Martin Schaffenrath, AK Tirol und Karin Klocker, Leiterin des Sozialministerium Landessstelle Tirol sowie der Hauptvortragende Anton Kern, Geschäftsführer des AMS Tirol betonten die große Bedeutung der Ausbildung für die Jugendlichen in Tirol und die Leistungen von Leiter Ossi Zangerle und seinem Trainerteam. Auch den Absolventen wurde zum Abschluss und dem gezeigten Einsatz gratuliert. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Film über den Hauptschulkurs, den vor allem Absolventen konzipiert und gedreht haben. Darin kamen Bildungsverantwortliche im Land, Trainer, Partner und Absolventen zu Wort, die aus ihrer Sicht Statements zu dieser erfolgreichen Ausbildungsreihe abgaben.

 

Jede Ausbildung setzt in unserer Wissensgesellschaft ein solides Basiswissen voraus, der Arbeitsmarkt erfordert eine höhere Bildung., Generell ist das Ausbildungsniveau im Steigen, wer hier aber im ersten Anlauf nicht mithalten kann, ist bezüglich seiner Zukunftschancen umso schlechter dran und wird sehr leicht zum Notstandshilfeempfänger.

Die "Bildungsferne" in Familien wird in Österreich in hohem Maße "vererbt", fast ein Fünftel der Jugendlichen, deren Eltern selbst nur niedrig qualifiziert sind, bricht die Schule oder Lehre ab. Aber nicht nur Bildungsferne sondern Jugendliche aus allen sozialen Schichten haben Lern- oder Lebenskrisen, soziale oder medizinische Probleme, die es aufzuarbeiten gilt, um eine Abwärtsspirale zu durchbrechen.

 

Die BFI Hauptschulkurse setzten auf das Motto „Erfolg macht erfolgreich“. In unterschiedlichsten schulischen und außerschulischen Tätigkeiten wird es den Jugendlichen ermöglicht, Erfolge zu haben. Die verschiedensten Talente im kreativen, handwerklichen, sozialen, administrativ-organisatorischen Bereich auszuloten macht es möglich, dass sich die darin erfolgreichen Jugendlichen auch an schwierigere Aufgaben heranwagen. Aufbauprogramm statt Schonhaltung hat sich bewährt und führte zu sehr nachhaltigen Berufswegen: Unternehmer finden sich ebenso unter den Abgängern, wie eine bunte Vielfalt handwerklicher Berufe, Handels- und Büroberufe, Krankenpfleger, Chemielabortechniker und erfolgreiche Studenten und Akademiker.

 

Höherqualifizierung als wirksamste Maßnahme gegen Arbeitslosigkeit fängt mit dem Hauptschulabschluss an, er ist der vielleicht wichtigste Schritt in ein erfolgreiches Berufsleben.

Was machst du heute?

"Nach dem Kurs habe ich weitergemacht und habe zuerst einmal angefangen zu arbeiten und nebenbei die Abend-HTL gemacht für Elektrotechnik und wie ich die dann fertig gehabt habe, also die Matura gehabt habe, bin ich nach Niederösterreich gegangen, an die Fachhochschule und habe dort angefangen zu studieren, Biotechnologie, habe mittlerweile meinen Bachelor schon und jetzt mache ich gerade den Master eben in Wien auf der FV Technikum in Medizintechnik."

Joachim Enegel 
Absolvent im Interview für den Film "Rücksicht"

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