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"Österreich bleibt hoffentlich ein Einwanderungsland"

Das BFI Tirol lud diese Woche zum Gastvortrag von assoz. Prof. Dr. Andreas Exenberger vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte der Universität Innsbruck. Sein Vortrag mit dem Titel "Culture Clash: Gesellschaft und Arbeitsmarkt im Wandel - Aktuelle Auswirkungen und Bewältigung der Zuwanderung in Tirol" zog zahlreiche Veranstaltungsgäste in den Festsaal des BFI Tirol in Innsbruck. Er skizzierte dabei die zahlreichen Chancen und Herausforderungen, die der Flüchtlingsstrom von 2015 bietet und denen sich die Gesellschaft stellen muss.

Dr. Andreas Exenberger hob folgende zentrale Herausforderungen hervor:

  • Menschen kommen mit immer unterschiedlicheren persönlichen Hintergründen, wie z. B. Bildungshintergrund, Gewalterfahrung oder Familienbild. Darauf muss individuell Rücksicht genommen werden.
  • Die Entwicklung von Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt ist zentral für die Intergration, z. B. Deutschkenntnisse, grundlegende Schulkenntnisse
  • Durch die Zuwanderung besonders gefordert sind Schulen, der Wohnungsmarkt und der Umgang mit dem Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.
  • Die andauernde Zuwanderung wird zwangsläufig Auswirkungen auf die sogenannte "österreichische" Kultur haben. 

 

"Österreich bleibt hoffentlich ein Einwanderungsland" unterstrich der Vortragende. Weil v. a. das stabile politische System und der hohe Wohlstand in Österreich und Tirol immer Leute aus anderen Ländern anziehen wird. "Eine Zuwanderung wird nur dann unattraktiv und gestoppt, wenn sich die Rahmenbedingungen im Einwanderungsland massiv verschlechtern. Und das wollen wir alle nicht!" brachte es Dr. Exenberger auf den Punkt.

"Dieser umfassende und globale Blick auf die Zuwanderung eröffnet ein besseres Verständnis für die Situation der Menschen und des Einflusses auf Gesellschaft und Wirtschaft. Damit wir diese Ereignisse nicht nur besser bewältigen sondern für unser Land sogar nutzen können." zeigte sich Dr. Karin Klocker, Geschäftsführerin des BFI Tirol vom Vortrag begeistert. 

 

Hinweis
Das BFI Tirol bietet zu diesem Thema den Zertifikatslehrgang Intercultural Trainer an, dessen Leitung, Dr. Andreas Exenberger inne hat. Der Lehrgang bildet Personen aus, die ihr Wissen als Trainer/-innen in Schulungen an Menschen weitergeben, die im internationalen und interkulturellen Bereich arbeiten. Der Lehrgang ist zudem für Personen, insbesondere mit Migrationshintergrund, geeignet, die in diesem Arbeitsbereich als Multiplikatoren wirken und hiermit Zusatzkompetenzen erwerben. 

Das Land Tirol zeichnete den Lehrgang mit dem Bildungsinnovationspreis 2017 aus. Das BFI Tirol vergibt nun ein Vollstipendium für den Zertifikatslehrgang Intercultural Trainer (inkl. dem vorgelagerten Basislehrgang, der sich mit Erwachsenenpädagogik, Präsentation, Moderation und E-Learning Komponenten beschäftigt). Bis 31. Juli 2017 können sich Interessierte für das Stipendium bewerben. Nähere Informationen zu den Lehrgängen und Voraussetzungen für das Stipendium finden Sie unter: http://www.bfi.tirol/kursprogramm/allgemeine-aus-und-weiterbildung/trainerausbildung.html.   

 

 

 

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BFI Tirol Geschäftsführerin Dr. Karin Klocker mit Dr. Andreas Exenberger, Universität Innsbruck (Bildnachweis: BFI Tirol)
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