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Lernen stärkt die Seele!

Dass Lernen viele positive Effekte hat, ist anerkannt und auch empirisch belegt. Eine Studie der Europäischen Kommission untersuchte die Auswirkungen von Lernaktivitäten in der Erwachsenenbildung auf das persönliche Wohlbefinden und die soziale Aktivität der Teilnehmer.

Die von der EU geförderte BeLL-Studie (Benefits of Life-long Learning - Nutzen von lebenslangem Lernen) wurde in 10 europäischen Ländern und mittels 8.646 Ländern sowie zusätzlicher Einzelinterviews durchgeführt. Diese breit angelegte Studie brachte zu Tage, dass der überwiegende Großteil der Befragten sogar vielfältige Auswirkungen auf das Wohlbefinden durch die Kursteilnahme feststellten, und zwar unabhängig davon, ob Bildungsangebote wie Sprachen, EDV, Kunst, Sport oder Wirtschaftsthemen in Anspruch genommen wurden oder welche Bevölkerungsgruppen betroffen waren.

 

Einfluss bei niedrigerem Bildungsniveau stärker

Unterschiede gab es jedoch beim Bildungsniveau: Je niedriger das Bildungsniveau der Kursteilnehmer, desto größer waren die wahrgenommenen Veränderungen. Das unterstreicht, dass die Erwachsenenbildung in der Lage ist, Lücken zwischen verschiedenen sozialen Gruppen, die durch unterschiedliche Voraussetzungen der Schulbildung entstanden sind, zu verringern.

Auch das Alter spielt eine Rolle, vor allem beim Motiv für eine Weiterbildung: Jüngere Befragte sehen diese vor allem als Sprungbrett in die Gesellschaft, während Ältere in erster Linie einen geistigen Ausgleich im Ruhestand suchen, Kenntnisse und Fähigkeiten erhalten wollen und soziale Kontakte knüpfen. 

 

Starke Auswirkungen auf alle Lebensbereiche

Bemerkenswert an den Ergebnissen ist, dass Teilnehmer an Weiterbildungsangeboten sehr weitreichende Effekte in vielen unterschiedlichen Lebensbereichen feststellten. Die wichtigsten Einflussfaktoren wurden in der Studie in drei Themenbereiche zusammengefasst:

 

  • Persönliche Entwicklung
  • Einstellungen & soziales Verhalten
  • Gesundheit, Familie & Beruf

Die Lernenden fühlten sich den Anforderungen und Herausforderungen des Lebens besser gewachsen, gewannen an Selbstbewusstsein und empfanden ein höheres Maß an Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.

Auch Veränderungen im sozialen Verhalten wurden festgestellt. Soziale Kompetenz, Toleranz und die generelle Lern- und Veränderungsbereitschaft sind durch die Lernaktivitäten gewachsen. So gaben 79 % der Befragten an, dass sie nun mehr Respekt für die Meinung anderer empfinden würden.
Im dritten Bereich stellten die Teilnehmer fest, dass sie gesundheitliche, familiäre und berufliche Aspekte bewusster reflektieren. Beispielsweise bestätigen 71 %, dass sie nach dem Kursbesuch stärker auf ihre Gesundheit achten als vorher.

"Wir wissen nun, dass Weiterbildung als selbstbestimmtes lebensbegleitendes Lernen dem Individuum enorm nützen kann, aber auch, dass die positive persönliche Weiterentwicklung Auswirkungen auf das gesamte Umfeld und damit auf die Gesellschaft hat", sagt Bildungsforscherin Univ.-Prof. Dr. Monika Kil von der Donau-Universität Krems, die das EU-weite Projekt leitete. (dia)

 

Info
www.bell-project.eu

 

 

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